ADVENT ADVENT, mein Oberschenkel brennt…

Kaum zu glauben, dass das Jahr schon wieder dem Ende zugeht! Wenn ich das Jahr im TV-Style Revue passieren lasse, ist bei mir dieses Jahr echt viel passiert.
Angefangen bei der Vorbereitung zu Beginn des Jahres auf die Europameisterschaft und der Verletzung als vorzeitiges Ende, über den langen Reha-Sommer im Olympiastützpunkt und Fitnessstudio, meine bestandene C- Trainerlizenz, den Wechsel von meinem Heimatverein Chemnitzer AC zum Pfälzischen AC Mutterstadt, bis hin zu meinem fast zeitgleichen Wiedereinstieg in das Gewichtheber-Business nach gut einem halben Jahr.
Es folgte die Quali für die Weltmeisterschaft sowie deren Teilnahme, Anfang November, im turkmenischen Ashgabat in meiner neuen Gewichtsklasse, der 81er.

Zu allererst soll gesagt sein, mit meiner Leistung von 154 kg im Reißen und 185 kg im Stoßen und 4 gültigen Versuchen zur WM bin ich nicht ganz zufrieden, denn es wäre mehr drin gewesen. Allerdings könnte man an dieser Stelle auch sagen, es hätte auch schlechter laufen können. Denn nach meiner Verletzung und der prognostizierten Ruhezeit von bis zu einem Jahr, stand die Teilnahme an der Weltmeisterschaft erst einmal nur im Raum. Was sich keiner so richtig zu trauen sagte, für mich aber von Anfang an klar war, die Teilnahme an der WM war Pflicht! Denn der neue fette Qualifikationsmodus für die Olympischen Spiele wurde durch die WM eingeläutet und die ersten Punkte mussten gesammelt werden. Keine WM – keine Punkte, keine Punkte – keine Olympischen Spiele. So einfach ist das.

Nachdem der schmerzfreie Wiedereinstieg ganz behutsam mit niedrigen Lasten geglückt war, wurde Gas gegeben, um den meilenweiten Rückstand aufzuholen. Das ist mir letzten Endes auch gelungen! Nach einer Blitzvorbereitung stand ich auf der Bühne, mittags um 12, und hab in knapp 2h den Wettkampf durchgezogen, hinter dem lange Zeit ein Fragezeichen stand. Die Verletzung mit halbjähriger Pause völlig verdrängt. Platz 12 ist es geworden, als Optimist behaupte ich, besser als Platz 13.

Und jetzt, in der Gegenwart, stehe ich seit rund vier Wochen wieder im Training, im „German-volume-Training“ und meine Oberschenkel brennen immer noch des Zorns. Jap, die Vorbereitungszeit ist eben die schönste Zeit. Aber die Kraft wird gebraucht, denn mit dem Bundesliga-Spitzen Derby gegen den AV Speyer musste ich bereits vor einer Woche wieder ins Wettkampf-Geschehen eingreifen und die nächsten Wettbewerbe stehen ebenfalls schon auf der Agenda! Mitte März wird im Iran der erste wichtige Wettkampf stattfinden, da müssen wieder Punkte gesammelt werden. Im April dann die Europameisterschaft in Georgien… Und da die Zeit bekanntlich rennt, wird es nicht lange dauern, bis ich wieder auf der Bühne stehe. Natürlich freue ich mich auch auf die gemeinsamen Liga-Kämpfe mit meinem Verein, welche als Vorbereitung genutzt werden und mich in die Wettkampf Routine bringen sollen.
Ich möchte den Blog noch mit einer Erklärung abschließen, die sicher einige interessieren dürfte. Anfang Dezember fanden im bayerischen Roding die Deutschen Meisterschaften statt, leider ohne mich und auch viele meiner Kolleginnen und Kollegen aus der Nationalmannschaft. Der Grund hierfür ist schnell zusammengefasst, denn unser neuer Wettkampfkalender ist dank des neuen Qualifikationsmodus für die Olympischen Spiele prall gefüllt. Diese Wettkampfdichte veranlasste unser Trainer zu einer Wettkampfsperre an diesem Termin und daran hält man sich als braver Schwerathlet natürlich.

Zu guter Letzt möchte ich euch eine schöne, stressfreie und besinnliche Weihnachtszeit wünschen sowie einen angenehmen Rutsch in das neue Sportjahr 2019!!

Stay Strong!
Euer Max😊

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2019-06-10T17:09:23+00:00